![]() |
||||
Berlin(ots) Die Zulassung der ersten so genannten "Gigaliner" LKW ab 31. Juli mit einer Länge von 25 Metern in Niedersachsen kritisiert das Schienenbündnisses Allianz pro Schiene scharf. "Diese Monster-Trucks sind weder ökonomisch noch verkehrspolitisch sinnvoll. Ladungen dieser Größenordnung gehören auf die umweltfreundliche und sichere Schiene und nicht auf die Straße", kritisiert Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege. Ungeklärt sind beispielsweise die Folgen für die Sicherheit, wenn diese "rollenden Ungetüme" auf die restlichen Verkehrsteilnehmer losgelassen werden. "Das Land geht vor der LKW-Lobby in die Knie, die damit LKW-Maut sparen will. Wien/Österreich: Kombiverkehr zeigt sich besorgt über die derzeitige Diskussion zur Einführung von Gigaliner in Deutschland. „Wenn die Gigaliner kommen, bedeutet das einen massiven Eingriff in den Wettbewerb unter den Verkehrsträgern“, sagte Armin Riedl, Geschäftsführer bei Kombiverkehr, anlässlich der Vorstellung eines Positionspapiers zur künftigen Verkehrspolitik in Wien. Die großvolumigen Fahrzeuge würden den Preis pro Tonne beim LKW verringern. Riedl befürchtet daher, Sendungen könnten von der Schiene wieder zur Straße abwandern: „Wenn dann pro Zug 20 Prozent weniger Sendungen transportiert werden, rentiert sich womöglich der gesamte Zug nicht mehr, so dass die restlichen Sendungen auch per LKW transportiert werden.“ In dem Positionspapier stellt Kombiverkehr weitere Forderungen auf, wie den Ausbau des Schienennetzes und die Entlastung des Kombinierten Verkehrs von der Autobahnmaut. Zudem kündigte der Operateur an, zukünftig sein Angebot auf der Route nach Südosteuropa zu erhöhen. Bis 2010 will das Unternehmen die Zahl der Züge von 70 auf 140 pro Woche verdoppeln. (cd) In der Diskussion um die Nachhaltigkeit des Verkehrs wird seitens der Automobilindustrie und einiger Wirtschaftsverbände die Erhöhung von Maßen und Gewichten für schwere Nutzfahrzeuge in die Diskussion gebracht. Aus Sicht der Energie- und Emissionsbilanzen des Straßengüterverkehrs und zur Minderung der Stauproblematik erscheinen solche Ansätze als "Ei des Kolumbus". Das Konzept eines 60-Tonners mit 25,25 Metern Gesamtlänge wirkt zumindest auf den ersten Blick plausibel. Alternative "Supertrailerkonzepte" könnten in der Umwelt und der Stauproblematik helfen, so jedenfalls die Argumente der Befürworter. Allerdings fehlt es bisher an einem Gesamtkonzept. |
Speditionen suchen | |||
|
Kommentare unserer Leser: Leon : Ich finde die Idee Gigaliner in Deutschland fahren zu lassen super. Bisher habe ich leider noch keinen dieser LKW auf der Straße gesehen gesehen. Peter : Es gibt doch schon genug LKWs auf den Straßen. Warum nicht lieber die Waren auf die Bahn verlagern ? Achim K.: Und wer fährt die Waren dann zu den Geschäften? Mit den Gigalinern kommt man doch in keine Stadt. Andreas : Ich benötige permanent die Leistungen der Speditionen. Wenn der Transport mit den Gigalinern billiger wird, würde ich mich sehr freuen, ich könnte eine Menge Geld sparen. Jens : Die Speditionen mit ihren vielen LKW nerven mich auf der Autobahn. Wer will jetzt noch solche Ungetüme wie Gigaliner. Ich denke für den Warenverkehr gibt es bessere Alternativen. Georg : So einen Gigaliner LKW würde ich gerne mal fahren. Das muss ein tolles Gefühl sein. |
||||
|
|
||||
|
- Gigaliner: Diese Schlagzeile stand am Anfang: Niedersachsen lässt "Gigaliner" auf Bevölkerung los ! - |
||||